Das erste Schützenfest in Exten nach dem 2. Weltkrieg wurde im Sommer 1958 gefeiert. Hierzu wurde eigens eine Holzkanone mit Vorrichtung für drei Salutschüsse angefertigt. Am historischen Abend des 08. Februar 1958 wurden im Haus Fleischhacker auf dem Kehl in geselliger Runde die ersten Pläne für eine Feldhaubitze geschmiedet – das Gründungsdatum der Artillerie. Anwesend waren Herbert Fleischhacker, Fritz Redecker, Fritz Mohrmann, Heinrich Edler, Fritz Teigeler, Heini Stock sowie August Schütte, der als Kommandant auserkoren wurde. Der letzte Sonntag vor dem Fest wurde zum Anlass genommen, bei einem zünftigen Frühstück die neuen Rohre einzuschießen. Neben zahlreichen weiteren Gästen, wurde auch das damalige Königshaus Focke auf den Kehl eingeladen. Das Frühstück mit Gästen und Königshaus zu diesem Termin ist bis heute fester Bestandteil im gut gefüllten Terminplan der Kanoniere. Hierzu zählt daneben auch ein Stammtisch, der alle 4 Wochen stattfindet.
Am 03. August 1958 wurde das Geschütz mit der Aufschrift „1 Btl. F. H. Reg. Exten“ von 4 Pferden erstmals zur Schlacht im Exterfelde durchs Dorf gezogen. Im Jahr 1975 fiel das Geschütz bei einem verheerenden Brand auf dem Rumke-Hof den Flammen zum Opfer. Noch im selben Jahr wurde mit dem Bau einer neuen Kanone, der heutigen „Dicken Berta“, begonnen.
In ihrer Geschichte verzeichnete die Artillerie bis zum heutigen Tag 54 Schützenbrüder, die unter den Kommandeuren August Schütte, Heini Stock, Werner Radler sowie Ulli Künne an sechzig erfolgreichen Schlachten teilgenommen haben. Inzwischen, 65 Jahre später, wird die Kanone von einem Magirus, der für alle aktuell 15 Akteure Platz hat, gezogen. Die Liebe zum Schützenfest, der Humor und die hervorragende Geselligkeit sind der Truppe bis heute erhalten geblieben.